Lexikon

A     B      C      D      E      F      G      H      I      J      K      L      M      N      O      P      Q      R      S      T      U      V      W      X      Y     Z

Affe (Pixabay)
A wie Affe

AAFCO

 

Association of American Feed Control Officials

Abdomen

 

Das Abdomen (Bauch) ist in der anatomischen Fachsprache der Bereich des Rumpfes zwischen Brustkorb und Becken. Die Begrenzung sind kranial der Rippenbogen und kaudal der Beckeneingang. 

Abdominal

 

Adjektiv des Wortes Abdomen. ~ zum Abdomen (Bauch) gehörend

Aberratio testis

 

Aberratio testis bezeichnet eine Lageanomalie des Hodens. Dieser liegt dauerhaft oder vorübergehend nicht im Hodensack. Die Ursache ist ein nicht erfolgter Hodenabstieg (Maldescensus testis). Lageanaomalien sind eine häufige Ursache für Fertilitätsstörungen und das Auftreten von bösartigen Hodentumoren.

Abiotrophie

 

Vorzeitiges Absterben von einzelnen Geweben oder Organen.

Abklatschpräparat

 

Eine Probe, die zur mikroskopischen Untersuchung auf einem Objektträger von einer biologischen Oberfläche entnommen wird. Zur Probennahme wird entweder der Objektträger selber direkt auf die zu untersuchende Stelle gedrückt oder man verwendet einen durchsichtigen Klebestreifen.

Abort

 

Abgang oder Tod oder beides zusammen einer nicht lebensfähigen Frucht vor dem Erreichen der unteren Grenze der physiologischen Tragezeit.

Absencen

 

Kurze Bewußtseinspausen bzw. Bewusstseinsstörungen ohne Sturz, die im Zusammenhang mit einer generalisierten Epilepsie auftreten. Es sind beide Gehirnhälften in das Anfallsgeschehen mit einbezogen.

Absorption

 

Absorption in der Immunologie: Entfernung unerwünschter Antikörperkomponenten aus Antiseren durch Zusatz von Antigen, das nicht mit dem zur Antiserumgewinnung verwendeten identisch ist.

Absorption in der Pharmakologie: Aufnahme von Stoffen vom Applikationsort durch Übertritt/Passage durch biologische Membranen in die Blutbahn.

Absorption in der Physik: Abnahme der Strahlungsintensität von elektromagnetischen Wellen und von ionisierender Strahlung beim Durchgang durch Materie.

Absorption in der Physiologie: Synomym für Resorption

 

Bison (Pixabay)
B wie Bison

Bluthochdruck

Als Bluthochdruck bezeichnet man einen anhaltend erhöhten Druck in den Arterien. Diagnostiziert werden kann er bei Hund und Katze genau wie beim Menschen durch die Blutdruckmessung. Der Blutdruck wird mit speziell für Tiere entwickelten Geräten gemessen. In der Praxis kommen meist oszillometrische Geräte zur Bestimmung des systolischen, diastolischen und mittleren Blutdruckes zum Einsatz. Auch Doppler-Verfahren kommen zum Einsatz.

Bei Hund und Katze gilt generell ein systolischer Blutdruck von über 180 mmHg als zu hoch. Der Blutdruck kann in Abhängigkeit der Messmethode (Oszillometrie oder Doppler) und dem Aufregungsgrad des Tieres, wir nennen das auch "Weißkittel-Syndrom", schwanken.

Die häufigste Ursache für einen erhöhten Blutdruck bei Hund und Katze sind Nierenerkrankungen. Außerdem spielen bei der Katze die Schilddrüsen-Überfunktion und beim Hund das Cushing-Syndrom für die Entstehung eines Bluthochdruckes eine große Rolle.

Die Folgen eine Bluthochdruckes sind sogenannte Zielorgan-Schädigungen. Neben Augen, Zentralnervensystem und Nieren ist hiervon auch das Herz betroffen. Ein anhaltend zu hoher Blutdruck kann zu einer Zunahme der Dicke des 

C wie Chinchilla
C wie Chinchilla

Cutoff Wert

 

Der Begriff Cutoff bzw. Toleranzgrenze bezeichnet einen Toleranzwert in der Analytik von Drogen und Medikamenten. Er legt fest, ab wann ein Testergebnis positiv bzw. negativ zu bewerten ist. 

Hase (Pixabay)
H wie Hase

Heinz-Körper

 

Synonyme: Heinz-Körperchen, Heinz-Innenkörperchen, Heinz-Ehrlich-Körper, Heinz-Blaukörper

Heinz-Körper sind mikroskopisch sichtbare Verklumpungen des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin) in den roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Hierbei kommt es zu einer oxidativen Denaturierung dieses Eiweißes. Das veränderte Hämoglobin bildet Klumpen (Aggregate), die sich an der inneren Zellmembran der Erythrozyten anlagern. Diese veränderten Erythrozyten werden von der Milz ausgesondert und abgebaut, haben also eine verkürzte Lebenszeit. 

Katzen: Eine Ausnahme stellen Katzen dar, da bei Ihnen die Milz offenbar nicht in der Lage ist, Erythrozyten mit Heinz-Körpern zu eliminieren. Bei Katzen sind daher Heinz-Körper nicht immer mit einer hämolytischen Anämie verbunden und ein gewisser Anteil derart veränderter Erythrozyten im Blut physiologisch.

Vorkommen: Heinz-Körper kommen bei Vergiftungen mit allen Nitro- und Anillinabkömmlingen, Enzymdefekten der Erythrozyten, Thalassämie und Hämoglobinopathien vor.

Nashorn (Pixabay)
N wie Nashorn

Neurotransmitter

 

Ein Neurotransmitter ist ein Überträgerstoff des Nervensystems. Er stellt die bei der Bildung und Übertragung von Erregungen in Nervenzellen bzw. bei der Erregungsübertragung auf andere Zelltypen wirksame Verbindung dar.

Sibirischer Tiger (Pixabay)
T wie Tiger

Tachykardie

 

Eine Tachykardie ist ein anhaltend beschleunigter Puls, umgangssprachlich "Herzrasen" genannt. Das Gegenteil ist die Bradykardie.

Tachypnoe

 

Tachypnoe bezeichnet eine gesteigerte Atemfrequenz. Zu den vielfältigen Ursachen zählen: erhöhter Sauerstoffbedarf, Störungen des Säure-Basen-Haushalts, erniedrigtes Sauerstoffangebot, verminderte Sauerstoffaufnahme, Störung der Atemregulation, Herzerkrankungen, Blutverlusten und Anämien.

Toxische Dosis

 

Die toxische Dosis bezeichnet in der Pharmakologie und Toxikologie eine Dosis, die in Lebewesen eine oder mehrere Wirkungen hervorruft. Die toxische Dosis liegt im allgemeinen unter der letalen (tödlichen) Dosis.