Impfungen Kaninchen

Impfungen sind ein wichtiger Teil der Gesundheitsvorsorge bei Kaninchen und gehören mittlerweile zum Standart der Gesundheitsprophylaxe. 

 In der Vergangenheit wurden durch starre Schemata die individuelle Notwendigkeit zur Impfung für das einzelne Tier wenig berücksichtigt. Nach neuestem Verständnis folgt auf die umfassende Grundimmunisierung  eine regelmäßige, aber nicht zwangsläufig jährliche Wiederholungsimpfung in den folgenden Lebensjahren und diese kann durch Antikörpertestung für bestimmte Krankheiten weiter individualisiert werden.

 Vor der Impfung steht das Gespräch mit Ihnen und die Untersuchung Ihres Tieres. Wir klären mit Ihnen zusammen das Risiko für ansteckende Erkrankungen und stellen dann einen Impfplan für Ihr Tier auf. Wir legen unseren Empfehlungen die Leitlinien der ständigen Impfkommision zugrunde.

Impfempfehlungen Kaninchen

Die Impfkommission unterscheidet zwischen Krankheiten, gegen die jede Katze zu jeder Zeit geschützt sein sollte (Core-Komponenten) und Krankheiten, die nur für Tiere mit einem besonderen Ansteckungsrisiko von Bedeutung sind (Non Core-Komponenten).  

Core-Komponenten: Rhinotracheitisvirus, Felines Calicivirus, Felines Panleukopenievirus (RCP). Tollwut nimmt eine Sonderstellung ein.

Non Core-Komponenten: Bordetella bronchiseptica, Chlamydia felis, Dermatophytosen, Feline Infektiöse Peritonitis und Felines Leukämievirus

Jede Impfung besteht aus der sogenannten Grundimmunisierung und darauf aufbauenden Wiederholungsimpfungen. Als Grundimmunisierung der Welpen gelten alle Impfungen in den ersten beiden Lebensjahren.

Grundimmunisierung

  8 Lebenswochen:    RCP

12 Lebenswochen:    RCP, Tollwut bei Freigängern

16 Lebenswochen:    RCP

 

15 Lebensmonaten: RCP, Tollwut bei Freigängern

 

Ergänzt durch Non-Core Komponenten.

Warum impft man so oft?

Katzenwelpen nehmen mit der Muttermilch Antikörper auf. Diese schützen Sie vor Krankheiten. Die maternalen Antikörper bleiben bei einigen Katzen nur kurz erhalten, bei anderen sehr lange. Bei den meisten Katzen sind mit 8 Lebenswochen keine Antikörper mehr vorhanden und sie sind ungeschützt, bis sie angeregt durch die Impfung selber Antikörper bilden. Diesen kritischen Zeitraum nennt man "Immunologische Lücke".  Daher beginnt man ab der 8. Lebenswoche zu impfen. Bei Katzen die mit 8 Lebenswochen noch maternale Antikörper haben, wird die Impfung empfindlich gestört und die Impfung ist nicht erfolgreich. Deshalb versucht man durch zusätzliche Impfungen während dieser kritischen Zeit den optimalen Zeitpunkt zu treffen. Bei Katzen ab 16 Lebenswochen sind keine maternalen Antikörper mehr zu erwarten. 

Wiederholungsimpfungen

Wiederholungsimpfungen sind alle Impfungen, die nach abgeschlossener Grundimmunisierung erfolgen.

 

Je nach Impfstoff erfolgt die Auffrischung nach 1-3 Jahren.

 

Bei einigen Krankheiten besteht die Möglichkeit, durch eine Blutuntersuchung die Höhe des Antikörperspiegels zu beurteilen und davon die Wiederholungsimpfung abhängig zu machen.

Dieser Test basiert maßgeblich auf der Leitlinie zur Impfung von Kleintieren, 4. Auflage, Stand 03.03.2017