Adenoviren

Adenoviren sind unbehüllte lineare Doppelstrang-DNA-Viren.

Eigenschaften

  • hohe Tenazität
  • streng wirtsspezifisch
  • Infektionen verwandter oder artfremder Tierarten sind Ausnahmen

Krankheiten

Adenoviren verursachen meistens milde respiratorische Symptome und sind an vielen Faktorenerkrankungen beteiligt. 

 

Die beiden wichtigsten Erkrankungen sind:

Canine Adenovirus 1 (CAV-1) - Hepatitis contagiosa canis (HCC)

Hepatitis contagiosa canis wird durch das canine Adenovirus 1 (CAV-1) verursacht. Das Virus wird vom erkrankten Hund über Urin und Kot ausgeschieden und der nächste Hund infiziert sich direkt oder indirekt oronasal. Nach der Infektion vermehrt sich das Virus in den Tonsillen, dann im Endothel der Blutgefäße, in Hepatozyten, außerdem in der Kornea und Uvea. Ablagerungen von Immunkomplexen können zu Glomerulonephritis und Uveitis mit Trübung der Kornea, sogenanntes "Blue Eye", führen.

 

Die HCC kann akut oder chronisch verlaufen. Perakute und tödliche Verläufe finden sich vor allem bei ungeimpften Welpen.

 

Durch konsequente Impfung gegen HCC in Deutschland ist das CAV-1-Virus weitestgehend verschwunden, in Osteuropa kommt es jedoch weiterhin vor.

 

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Nachweis

  • Antikörper (indirekter Floureszenz-Antikörpertest (IFAT))
  • PCR (Realtime PCR) aus Blut, Gewebe (bspw. Leber), Harn, (Faeces)

Canine Adenovirus 2 (CAV-2) - Infektiöse Laryngotracheitis

Das canine Adenovirus 2 (CAV-2) verursacht die infektiöse Laryngotracheitis. Das Virus besitzt eine starke Affinität zu den Epithelien des Respirationstraktes und ist eine Komponente des „Zwingerhustenkomplexes“.

Nachweis

  • PCR (realtime PCR) aus Abstrich ohne Medium aus bspw. Auge, Nase, Pharynx oder bronchoalveoläre Lavage

Letzte Bearbeitung

Juli 2020

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