Die Kampagne endet erfolgreich

Heute erreichte mich die nachfolgende Email. Der Antrag des Berichterstatters des EU-Umweltausschusses, Martin Häusling (Bündnis90/Die Grünen), für ein Antibiotikaverbot für Tiere wurde im EU-Parlament mit großer Mehrheit abgelehnt.

 

Wir haben uns an der Unterschriftenkampagne beteiligt und wir danken allen Kunden und Kundinnen, die mit ihrer Unterschrift zum Gelingen beigetragen haben.

Antibiotikaverbot: EU-Parlament stimmt gegen Entschließungsantrag des EU-Umweltausschusses

 

Sehr geehrte Frau Gnass;

 

ich freue mich, Ihnen nach Wochen aufreibender Aktivitäten mitteilen zu können, dass der Antrag des Berichterstatters des EU-Umweltausschusses, Martin Häusling (Bündnis90/Die Grünen), für ein Antibiotikaverbot für Tiere heute im EU-Parlament mit großer Mehrheit abgelehnt wurde. Von 686 Parlamentariern stimmten 450 gegen den Antrag, 204 dafür und 32 enthielten sich. Damit tritt der Delegierte Rechtsakt der EU-Kommission in Kraft, so wie es von bpt, BTK, FVE und vielen weiteren tiermedizinischen Verbänden und auch Tierhalterverbänden gefordert wurde.

 

Darüber bin ich sehr froh, denn der wissenschaftlich fundierte und ausgewogene Delegierte Rechtsakt der Kommission leistet einen massiven Beitrag für die Humangesundheit im Sinne des One-Health-Ansatzes. Er spielt Human- und Tiergesundheit nicht gegeneinander aus, sondern ermöglicht einerseits eine flexible Reaktion auf Veränderungen der Resistenzsituation, stellt aber andererseits auch sicher, dass wir ausnahmslos alle kranken Tiere weiterhin adäquat mit einer ausreichenden Anzahl von in der Tiermedizin zugelassenen Antibiotika behandeln können.

 

Unsere erfolgreiche Unterschriftenkampagne hat wesentlich dazu beigetragen, dass unsere Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen des Entschließungsantrags in der Politik über die Grenzen hinaus Gehör gefunden haben. Jeder/jede Einzelne von Ihnen hat dafür gesorgt, dass uns sage und schreibe 297.452 Unterschriften übermittelt wurden – und das in einem so kurzen Zeitfenster von vier Wochen! Ein unglaubliches Ergebnis. Zusammen mit der Online-Petition, die zusätzlich von 358.925 Personen unterzeichnet wurde, haben wir es tatsächlich geschafft, mehr als 650.000 Menschen zu mobilisieren. Wir haben Kampagnenfähigkeit bewiesen und dadurch viel für uns Tierärzte/innen und die von zu versorgenden Tiere erreicht. Dafür danke ich Ihnen sehr.

 

Ein letztes Wort: Leider gibt MEP Martin Häusling nicht auf, uns Tierärzte/innen zu diskreditieren. Sollten Sie in Ihrer Praxis von falsch informierten Tierhalter/innen angesprochen werden, können Sie als Argumentationshilfe gerne unseren Offenen Brief an Herrn Häusling vom 13. September nutzen oder auch das, was wir auf Anfragen zu der Online-Petition geantwortet haben:

 

„Leider werden Sie von den/dem Grünen Europaabgeordneten Häusling (und Giegold) und zwei NGO’s falsch informiert. Über die Motive wollen wir nicht spekulieren. Nicht nur wir sehen die Sachlage übrigens anders, sondern auch eine europaweite Vielzahl von Verbänden wie z. B. die Europäische Tierärztevereinigung (FVE), die Österreichische Tierärztekammer (ÖTK), der Französische Tierärzteverband (SNVEL), der Belgische Tierärzteverband (UPV), die Polnische Tierärztekammer, die Bundestierärztekammer (BTK) im Verbund mit 17 Landestierärztekammern, die Deutsche Veterinärmedizinische Gesellschaft (DVG), die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT), der Deutsche Tierschutzbund, die Reiterliche Vereinigung (FN), der Verband für das Hundewesen (VDH), der Verband Zoologischer Gärten (VdZ), der Deutsche Bauernverband (DBV), der Deutsche Jagdverband (JGHV) und noch einige Verbände mehr. Unsere Antwort in der Sache hat der bpt Herrn Häusling in einem Offener Brief mitgeteilt.“

 

Für heute verbleibe ich mit nochmals herzlichem Dank für Ihre Unterstützung und

 

kollegialen Grüßen

 

Ihr

Dr. Siegfried Moder

bpt-Präsident

 

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Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V.

Hahnstr. 70

60528 Frankfurt am Main

Sicher, praxisnah und flexibel:

bpt-Kongress DIGITAL

28. Oktober bis 3. November 2021

www.bpt-kongress.de

Offenen Brief an Herrn Häusling vom 13. September

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Tschüss und bis bald

Susanne Gnass