Cystinurie

Erkrankung

Die Cystinurie ist eine erbliche Stoffwechselerkrankung mit Transportstörung bestimmter Aminosäuren im Darmepithel und proximalen Nierentubulus. Folge der Transportstörung ist eine erhöhte Ausscheidung der Aminosäure Cystin über den Urin. Aufgrund der starken Akkumulation von Cystin im Harn und seiner schlechten Wasserlöslichkeit kristallisiert Cystin aus und es bilden sich Steine. Die Harnsteine, die die klinischen Symptome verursachen, treten schon im Alter von 4-6 Monaten auf. Dabei kann es zu einem lebensbedrohlichen Verschluss der Harnwege kommen. In Gegensatz zu Landseer, Neufundländer und Labrador wird diese Erkrankung bei der Rasse Australian Cattle Dog dominant vererbt, wobei homozygot betroffene Tiere schwerwiegendere Verläufe zeigen. Eine Besonderheit weist die Cystinurie bei den Englischen und Französischen Bulldoggen sowie Mastiffs auf: sie ist androgenabhängig, d.h. nur homozygot betroffene intakte männliche Rüden zeigen Symptome.

Erbgang

Die Cystinurie ist eine Erbkrankheit beim Hund. Der Erbgang ist bei einigen Rassen autosomal-rezessiv. Hierzu gehören Englische Bulldoggen, Französische Bulldoggen, Labrador Retriever, Landseer, Mastiff und Neufundländer.  Ein autosomal-dominanter Erbgang liegt beim Australian Cattle Dog und dem Zwergpinscher vor.

Betroffene Rassen

  • Australian Cattle Dog
  • Englische Bulldogge
  • Französische Bulldogge
  • Labrador Retriever
  • Landseer
  • Mastiff
  • Neufundländer
  • Zwergpinscher

Kann man diese Erkrankung testen?

Ja. Man kann mittels Blut und Backenabstrich testen, ob die Veranlagung besteht.