Brachyurie (Stummelrute)

Erkrankung

Vielen Hunderassen verleiht die Länge der Rute ihr charakteristisches Aussehen. Das Kupieren eines Hundes ist in Deutschland seit 1989 verboten. Ausnahmefälle sind medizinische Gründe. Auch das Ausstellen solcher Tiere ist laut Tierschutzhundeverordnung seit 2002 nicht mehr erlaubt. Die DNA-Analyse erlaubt den Nachweis, ob die Stummelrute eines natürlichen Ursprungs ist. Das Vorhandensein von zwei Brachyurie-Allelen (homozygoter Genotyp) ist während der Embryogenese letal. Daher ist die Größe des Wurfes bei einer Verpaarung zweier stummelschwänziger Hunde im Vergleich zu einer Verpaarung zweier langschwänziger Hunde verringert.

Erbgang

Die Brachyurie ist eine Erbkrankheit beim Hund. Der Erbgang ist autosomal-dominant.

Betroffene Rassen

  • Australian Shepherd
  • Australian Stumpy Tail Cattle Dog
  • Berger de Savoie
  • Bourbonnais Pointer
  • Bouvier des Ardennes
  • Brasilianischer Terrier
  • Brittany Spaniel
  • Dansk-Svensk Gardshund
  • Hrvatski ovcar
  • Jack Russel Terrier
  • Karelischer Bärenhund
  • Mudi
  • Österreichischer Pinscher
  • Polski Owczarek Nizinny (PON)
  • Pyrenäen Schäferhund
  • Savoy Sheepdog
  • Schipperke
  • Spanischer Wasserhund
  • Västgotaspets
  • Welsh Corgi

Bei diesen Rassen korreliert die Mutation nicht mit dem Auftreten einer Stummelrute:

  • Boston Terrier
  • English Bulldog
  • King Charles Spaniel
  • Miniature Schnauzer
  • Parson Russell Terrier
  • Rottweiler

Kann man diese Erkrankung testen?

Ja. Man kann mittels Blut und Backenabstrich testen, ob die Veranlagung besteht.